Wie läuft so ein Turnier eigentlich ab?

Die so genannten CHU' s (Concours Hippique Universitaire) finden in der Regel außerhalb der grünen Saison (also Herbst bis Frühjahr) statt, um eine Überschneidung mit "normalen" Turnieren weitestgehend zu vermeiden. Hierbei hat grundsätzlich jede Reitgruppe die Möglichkeit, an ihrem Hochschulstandort einmal pro Saison ein Turnier zu veranstalten, zu dem sie 9, 12 oder sogar 15 andere Reitgruppen einlädt. Jede teilnehmende Hochschule stellt dabei eine Mannschaft aus drei Reitern. Die Pferde werden von der veranstaltenden Reitgruppe gestellt und den Teilnehmern zugelost. Jeder Reiter hat dann ca. fünf Minuten Zeit, sich auf das ihm zugeteilte Pferd einzustellen.

 

Der Wettkampf wird in den Disziplinen Dressur und Springen ausgetragen, was eine gewisse Vielseitigkeit der Studentenreiter erfordert. Jedes Pferd wird von drei Reitern vorgestellt, derjenige, der die beste Wertnote erhält, hat es in die nächste Runde geschafft, während sich die anderen beiden Reiter das Geschehen nun von der Tribüne aus anschauen dürfen! Sie werden auf Grund der möglichst geringen Differenz ihrer Wertnoten platziert. Man beginnt jeweils auf A-Niveau, bei Weiterkommen bekommt man ein neues Pferd zugelost und muss eine schwerere Aufgabe bzw. einen schwereren Parcours bewältigen. Die Finalrunden, für die nach diesem System nur je zwei Reiter übrig geblieben sind, werden dann auf M- Niveau ausgetragen.

 

Am Ende werden vier Platzierungen vorgenommen, und zwar in Dressur und Springen getrennt, eine Kombinationswertung und eine Mannschaftswertung, in die jeweils die Dressur- und Springergebnisse einer Reitgruppe auf A-Niveau eingehen. 

 

Im Laufe einer Saison werden alle Leistungen im Bundesgebiet genau katalogisiert, woraus sich dann (abgesehen von besonderen Qualifikationsturnieren) das Starterfeld der Deutschen-Hochschul-Meisterschaften (DHM) zusammenstellt.

 

Die grobe Zeiteinteilung lautet:

Freitag: Ankommen in der Turnhalle und Eintreffabend am Austragungsort

Samstag: Tagsüber Dressur, abends eventuell die erste Runde des Springens. 

Sonntag: Tagsüber Springen und Finale beider Disziplinen.

Nach der Siegerehrung reisen die Teilnehmer wieder ab.